Bogotá – Bohême City

Bohême City

Bogotá – eine der vielleicht letzten Bohême Zufluchten der Welt

Ertrinken die armen Künstler im New Yorker Williamsburg, Londoner Hackney, in Kreuzberg, Barcelona oder Paris längst in horrenden Mietschulden, können sie kaum mehr ihren Tee genießen ohne das hiesige Café mit Flat White schlürfenden Mac-Yuppies teilen zu müssen oder ganz grundsätzlich im bunten Allerlei der Wichtigtuer unterzugehen, wo Kommerz die Kunst schlägt, so bietet Bogotá vielleicht eine der letzten Bohême-Zufluchten der Welt.

Bogotá, Hauptstadt des sich rasant entwickelnden Kolumbiens. Eine Stadt so bunt gemalt wie ein Bilderbuch. Graffiti und pastellfarbene Kolonialarchitektur greifen ineinander wie Mosaike. Gesellschaftskritik und das Verhöhnen der nationalen Politik, religiöse und politische Parolen säumen die Hauswände, Brücken und Mauern. Was noch? Theater, Galerien, Buchläden, Cafés, Kunstbedarfsläden, ein jährliches Jazzfestival, ein jährliches Rock- und Reggaefestival,  Kunstmuseen, eine jährliche Buchmesse und Hochschulen für Kunst und Literatur tränken die Stadt mit ihrem fröhlichen Künstlergesindel, mit ihren stillen Talenten und schrägen Typen. Artisten turnen auf den großen Straßen und Plätzen. Bogotá, das ist ein großer Zirkus. Einer für alle. Jeder ist willkommen. Jeder kann’s sich leisten. Bogotá ist wie ein Schwamm. Noch nicht übersättigt saugt er alles auf, was sich Kunst nennt. Hier haben sie eine Chance, sich zu entfalten, die armen Künstler, die talentierten Suchenden, die kreativen Schaffenden. Bogotá, das ist Bohême City 2.0.

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