Reisethemen richtig pitchen

Mehr als schöne Landschaften, Hotels und Sehenswürdigkeiten – 3 Elemente, die Medienmacher für Ihre Reiseberichte wollen

Hotels findet man auf Buchungs-Portalen, Tripadvisor und Co. Sehenswürdigkeiten finden sich im Web und handelsüblichen Reiseführern. Landschaften wirken am besten in Bildern, etwa auf Flickr und Youtube.

Wie schaffen wir also einen Neuigkeiten- und Mehrwert für Medienmacher, damit sie sich unserem Produkt annehmen? Wie pitchen wir Geschichten?

Hier kommen 3 erprobte Story-Perspektiven, die immer gerne von Journalisten aufgenommen werden.

 

1. Charaktere file000187119802

Gerne schräg, gerne kautzig, gerne verschroben – so dürfen und sollen die Protagonisten von Reiseberichten, Zeitungslektüren und Magazin-Artikeln sein. Journalisten, noch mehr Reisejournalisten, suchen Menschen, die etwas zu erzählen haben, zu zeigen haben.

Sie wollen Menschen und Ihre Leidenschaften portraitieren: Ihre Hobbies, Ihre Talente, Ihre Fossil- oder Weinsammlung, Ihre geliebte Heimat, Ihre Entdeckungen, Ihren Beruf, Ihre Berufung, Ihre Familie, Ihr Schicksal – vom Fischer zur Schmuckdesignerin, von der Frauenrechtlerin zum Hobbybrauer, von der Kräutersammlerin zum Inselarzt.

Nicht nur Seiten wie AirBnB und Likealocal zeigen, dass das Reisen mit Bezug zur lokalen Bevölkerung, das Interesse an Einheimischen und Einblicken in ihr Leben boomt.

Kommt auch immer gut: Regionaljournalisten mögen es, Auswanderer aus dem Lesereinzugsgebiet in ihrer neuen Heimat zu porträtieren.

Tipp: Pitchen Sie nicht Ihre Destination, sondern einen interessanten und leidenschaftlichen Botschafter Ihrer Destination!

 

2. Geschichten (mit Happy End)

Kolumbien Touristik PR
Kolumbien

 

Ein guter Reisebericht ist wie ein glücklicher Roman, der einen aufwühlt, besänftigt und mitreißt. Dazu braucht es Geschichten, in denen sich die Protagonisten (siehe Punkt 1) bewegen.

Nicht selten schlüpfen auch Journalisten selbst in die Rolle des Protagonisten, um den Leser mit auf die Reise zu nehmen. In jedem Journalisten steckt schließlich auch immer ein bisschen Geschichtenerzähler, Entdecker und Abenteurer.

Sie möchten mit dem Jakobsmuschelfischer hinaus auf’s Meer fahren, sie möchten mit dem Biologen auf Spurensuche in den Wald ziehen, der Sterneköchin in die Töpfe schauen, Salsa tanzen und beim Schokoladenfigurenmodellieren auch selbst Hand anlegen. Geschichten leben von persönlichen Anekdoten!

Tipp: Laden Sie Journalisten ein, eine Geschichte zu erleben und zu erfahren – dank spannender Aktivitäten!

 

3. Kurioses 

neon free smells MGD©

In Zeiten der Informationsschwemme sind Leser, Zuschauer und Zuhörer abgebrühter denn je. Wie vermag es der Journalist, sie dennoch zu überraschen? Mit Skurrilem!

Seltsames Essen, kuriose Bräuche und Sitten, ausgefallenes Handwerk, Künste und Traditionen oder die Möglichkeit zu einem skurrilen Selbstversuch setzen einem Reisebericht immer ordentlich an Mehrwert zu. Leser wollen neues lernen – und Journalisten sowieso.

Tipp: Pitchen Sie etwas, das Ihre Destination hervorhebt, abhebt und einzigartig macht – dann wird der Journalist die Destination ohnehin zwangsläufig erwähnen müssen ohne dass Sie sie ihm werblich unter die Nase reiben! 

 

Es ist weitaus mehr als Hotels, schönes Landschaften und Sehenswürdigkeiten, welches das Interesse der Reise-Medien ‚angelt’. Eine gesunde Mischung (Mix and Match – wie der Engländer sagt) aus mindestens zwei der drei obigen Elemente zieht Journalisten an.

Ein Hotel etwa kann mit seinem leidenschaftlichen Koch aufwarten, mit dem geheimnisvollen Leben des Nachtportiers, der Stars und Sternchen durch den Hintereingang zu ihren Suiten führt, oder mit seinem Lieferanten, dem Bio-Bauern aus Leidenschaft.

Der Reiseanbieter setzt auf authentische Besuche bei Einheimischen und Handwerkern, auf Streifzüge durch die Natur, Adrenalinkicks oder eine Ballonfahrt mit dem Touristenguide, der einst das Alpenvorland gegen die Anden eintauschte.

Kultureinrichtungen verführen mit einem exklusiven Blick hinter die Kulissen, einem Einblick in das Leben ihrer Künstler. Und Restaurants zeichnen den Weg der Jakobsmuschel vom Boot des nachhaltigen Fischers zum Teller nach oder laden Journalisten zur exklusiven Probier-Nacht ein, bei der Produzenten und Köche erstmals gemeinsam brutzeln.

Für Pressemitteilungen, Medienveranstaltungen und Pressereisen ergibt sich eine schier unendliche Fülle an Möglichkeiten. Also scheuen Sie sich nicht, die kuriosen Charaktere, potentiellen Geschichten und besonderen Bräuche ihres Produkts, ihrer Destination, für den nächsten Presseaussand festzuhalten.

Frohes Mix and Match!

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